Sarah, 24 Jahre

 Neuseeland 

Schule

Sarah, 24 Jahre, Neuseeland

Ich war auf einer Regelschule, mein Unterricht fand größtenteils in der Förderklasse statt.
15 Stunden pro Woche hatte ich einen Schulbegleiter. Bei Prüfungen hatte ich jemanden, der mir vorgelesen hat und für mich schreiben konnte und ich habe mehr Zeit bekommen. Das Lernen war eine Herausforderung. Es war schwer, aber ich habe es geschafft. Dazugehören, Freunde finden und Mobbing waren echte Herausforderungen. In Neuseeland endet die High-School nach dem 13. Schuljahr, welches ich mit einer sogenannten „NCEA Level 3“-Qualifikation (National Certificate of Educational Achievement) abgeschlossen habe. Ich wohne zu Hause bei meinen Eltern. Ich hatte mir überlegt, in einer Kindertagesstätte, einem Kindergarten oder einer Vorschule zu arbeiten.

Arbeit

Während der Schule konnte ich im 12. Schuljahr Berufserfahrung in einer Kindertagesstätte sammeln. Da war ich 16 Jahre alt. Aber ich brauchte Hilfe, als ich den Kindergarten einer Freundin der Familie besuchte (sie war da die Leiterin). Ich habe als freiwilliger Helfer bei den Special Olympics geholfen, und folgende Dinge gemacht:

  • vor Leuten sprechen
  • Organisatorisches rund um die Wettkämpfe erledigen (Zeiten erfassen, Auszeichnungen ausgeben)
  • Schulung, um Weltbotschafter von Special Olympics zu sein
  • Reitstunden für die Special Olympics
  • Fitnesstraining für die Special Olympics
  • Teilnahme an Special Olympics-Wettbewerben.

Ich bin auch in den sozialen Netzwerken aktiv. Dazu zählen soziale Medien, Cafés, Konzerte, Shows, CHARGE-Konferenzen und Auslandsreisen mit meiner Familie. In der Zukunft wäre ich gerne Influencerin auf Instagram.

Wohnsituation

Ich lebe zuhause bei meiner Mutter und meinem Vater. In der Zukunft möchte ich in einem kleinen Haus, einer Wohnung oder einem Appartement wohnen.

Selbstständigkeit

Sarah mit 2 Pferde

Ich kann gut mit meinem Geld umgehen. Die „UberApp“ nutzen.
Mahlzeiten: Kuchen backen, Sandwiches machen, Gerichte aufwärmen und im Restaurant Essen und Getränke bestellen.
Ich kann Termine beim Hausarzt wahrnehmen und auch Rezepte in der Apotheke einlösen.
Dazugelernt habe ich dank der Blind Foundation NZ – O&M (Orientierungs- und Mobilitätsdienst), meinen Eltern, meinem Bruder und einem Kurs an der Schule zum Umgang mit Geld.
Ich verwende außerdem einen Signalstock, eine Smartwatch und ein Handy.

Als Ausweis nutze ich die „18+“-Karte. In Zukunft möchte ich mehr über das Kochen lernen.

Freunde

Ich mag es sehr, im Café eine heiße Schokolade zu trinken oder am örtlichen Strand zu sitzen. Ich besuche Konzerte oder Shows und gehe ins Kino. Einbindung im Umfeld: Ich kaufe in unserem örtlichen Supermarkt ein, gehe zur Apotheke, in Cafés, zum Friseur et cetera, ich bin dort zur Stammkundin geworden. Ich gehe mit einem Trainer ins Fitnessstudio.

Typische Woche

Morgens:
Frühstück, Zähne putzen, inhalieren, Medikamente einnehmen, Fun Chi, soziale Medien, „Swallow Prompt“ (das ist eine App auf meinem Handy, mit der ich lerne, meinen Speichel zu kontrollieren. Sie erinnert mich daran, bewusst zu schlucken. Eine Übung dauert 5 Minuten, das heißt, alle 30 Sekunden piept die App und erinnert mich so daran, zu schlucken. Das verringert, dass Speichel aus meinem Mund fließt, an dem ich mich verschlucken könnte).

Mittagszeit:
Krankenhaustermine oder Reitstunden oder Special Olympics. Papierkram oder Fitnessstudio.

Am Abend:
Eine meiner Lieblingsserien schauen („Home and Away“), ein langes Bad nehmen und noch mehr Fernsehen. Zähne putzen, Medikamente und inhalieren, soziale Medien besuchen, Musik hören und ins Bett gehen. Ich liebe es, zu reiten, gut vorbereitet und organisiert zu sein und nicht meine gesamte Zeit verplant zu haben. Also nicht „voll beschäftigt“ zu sein und auch mit meinen Freunden zusammen zu sein.
Die Leute fragen mich: „Wo siehst du dich in 10 Jahren? Hättest du gerne einen Freund? Warum suchst du dir keine Arbeit?“
Ich versuche, mein eigenes Leben zu leben und jeder hat eine Meinung dazu, was ich machen soll.

Ich möchte irgendwo leben, wo es „Uber“ und „Uber eats“ gibt (App für iPhone, iPad oder Computer), Cafés und Restaurants. Es kann sein, dass ich mich als Sportlerin von den Special Olympics zurückziehen werde.

Auf die CHARGE-Konferenzen in den Vereinigten Staaten von Amerika und Europa gehen. Weiterhin auf die CHARGE-Konferenzen für Australien/Neuseeland gehen.

Reisen, die Wohnung meiner Großtante in Rose Bay Sydney übernehmen. Vielleicht einen kleinen Job haben.

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